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Kinderkommissar LEON macht den Schulweg in Hainburg sicher

Am vergangenen Montag war es soweit: Das von der Hessischen Landespolizei initiierte Projekt „LEON-Hilfeinsel“ wurde in Kooperation mit Hainburger Gewerbebetrieben, der Gemeinde Hainburg und dem Polizeipräsidium Südosthessen in rund 20 öffentlichen Gebäuden und Geschäften in Hainburg ins Leben gerufen.
Bürgermeister Bernhard Bessel, der Erste Beigeordnete Alexander Böhn, Polizeidirektor der  Polizeidirektion Offenbach, Claus Spinnler sowie weitere Vertreter der Hessischen Polizei, der Schulen und Kindertagesstätten wie auch beteiligte Gewerbetreibende waren vor Ort, als der Kinderkommissar LEON die Kinder der ersten Klassen der Johannes-Kepler-Schule willkommen hieß.
 „Kinder, die von Fremden angesprochen oder verfolgt werden, die sich bedroht fühlen, sich verlaufen haben oder nur ein Glas Wasser brauchen, weil sie sich unwohl fühlen, finden in den Hilfeinseln Anlaufstellen und Menschen, die sich ihrer annehmen und ihnen helfen“, erklärte Polizeidirektor Claus Spinnler. Neben dem Schutz vor Straftaten soll das subjektive Sicherheitsempfinden von Kindern und Eltern gestärkt werden. Aber auch dann, wenn Kinder – ohne selbst betroffen zu sein – Vorkommnisse im Straßenverkehr oder Straftaten beobachtet haben, sind Anlaufstellen, an die sie sich vertrauensvoll wenden können, sehr wichtig, so die Zielsetzung des Projekts.
Mit Hilfe von LEON, dem Kinderkommissar, der bei Kindern in Hessen seit der Einführung 2005 schon einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, wollen die Initiatoren die Prävention für und mit Kindern intensivieren. Das Konzept umfasst auch Maßnahmen zur Sicherheit im Straßenverkehr; dazu gehört auch die Schulwegbegehung mit Beamten der örtlichen Polizeidienststellen, die den Erstklässlern die LEON-Standorte zeigen.
Kinder im Grundschulalter wenden sich in einer Notsituation in der Regel nicht einfach an einen Passanten, denn Eltern mahnen zur Vorsicht gegenüber Fremden. Deshalb brauchen sie ein Zeichen, dem sie vertrauen können und das ihnen signalisiert: Hier bin ich sicher, hier wird mir geholfen.
Bürgermeister Bernhard Bessel begrüßt und unterstützt die Einrichtung der Hilfeinseln in Hainburg: „Die LEON-Hilfeinseln sind nicht nur im Gefahrenfall, sondern auch im Alltag ein wichtiger Bestandteil für die Sicherheit unserer Kinder. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, die Kleinsten unserer Gesellschaft davor zu bewahren, Opfer einer Straftat zu werden. Und wie die Bürgerinnen und Bürger von Hainburg erkennen können, sind wir bemüht, das subjektive Sicherheitsgefühl von ihnen zu erhöhen und Straftaten zu verhindern.“

Damit die „LEON-Hilfeinseln“ noch bekannter werden, werben Bürgermeister Bernhard Bessel und der Erste Beigeordnete Alexander Böhn für das Projekt und bitten um Mithilfe, den Polizei-Löwen LEON bei den Kindern im Rahmen von Rundgängen noch bekannter zu machen und vor allem die Kinder der ersten Klassen auf die mit LEON-Plakaten oder Aufklebern versehenen Geschäfte aufmerksam zu machen.
Im Rahmen der Einführungsfeier wurden die Kinder der beiden ersten Klassen durch den Bürgermeister und den Polizeidirektor zu „Kinderkommissaren“ ernannt und mit dem Kinderkommissar-Ausweis ausgestattet. Im Anschluss eröffnete der Polizei-Löwe LEON gemeinsam mit den Kindern aus der Johannes-Kepler-Schule symbolisch die erste Hilfeinsel in der Rosen-Apotheke in Klein-Krotzenburg.