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Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe

Das Bild zeigt das Notstromaggregat des Landes Hessen, welches bei der Feuerwehr Hainburg / Klein-Krotzenburg stationiert ist, beim der Inbetriebnahme der Noteinspeisung vor der Kreuzburghalle.

In weiten Teilen des Ostteils des Kreis Offenbach gingen vergangenen Montagnacht die Lichter aus – Teile des Kreises waren bis zu 2 Stunden ohne Strom. Auf Grund eines technischen Defektes im Umspannwerk Seligenstadt fielen schlagartig alle strombetriebenen Anlagen und Geräte aus.

Welche dramatischen Auswirkungen längere Stromausfälle auch in Deutschland haben können, zeigte der durch den plötzlichen Wintereinbruch bedingte Ausfall im Münsterland im Jahr 2005. Schäden und Reparaturen hatten hier Stromausfälle von bis zu vier Tagen zur Folge. Doch auch bei kürzeren Ausfällen wird die Abhängigkeit eines funktionierenden Stromnetzes deutlich.

Selbst die gängigen Kommunikationsnetze oder das Telefon-Festnetz, stehen bereits nach einigen Stunden bei einem kompletten Stromausfall nicht mehr zur Verfügung. Mit dem technischen Umstieg der Telefonnetzbetreiber auf eine Voice over IP-Übertragung wird auch diese Frist entfallen.

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Hainburg Alexander Böhn nimmt den neuerlichen Stromausfall im Ostkreis zum Anlass, über die Vorsorgemaßnahmen der Gemeinde Hainburg zu diesem Szenario zu informieren. „Zunächst werden bei einem längerfristigen Stromausfall beide Feuerwehrgerätehäuser in Klein-Krotzenburg und Hainstadt mit Personal besetzt. Bürgerinnen und Bürger die Hilfe zu medizinischen oder sonstigen Notfällen benötigen können sich hier melden. Diese Stellen bleiben durch eine Notstromversorgung funktionsfähig und können die erforderlichen Anforderungen an die zuständige Leitstelle des Rettungsdienstes weitergegeben“ so Alexander Böhn.

Sollte der Stromausfall mehrere Tage andauern, wird die Kreuzburghalle als Anlaufstelle und Notaufnahmeeinrichtung für die Bevölkerung hergerichtet. Damit die technischen Einrichtungen der Kreuzburghalle auch bei Stromausfall funktionieren wurde jüngst in Zusammenarbeit mit der Hainburger Firma Elektro-Schwab eine Stromeinspeisevorrichtung installiert. Die Halle kann so mittels externer Stromaggregate mit Notstrom versorgt und autark betrieben werden.

Es ist aber wichtig, dass die Bevölkerung auch selbst Vorsorge für den Fall eines Stromausfalls trifft. So sollte sich jeder gerade auf Grund der jüngsten Erfahrung damit auseinandersetzen, was in einem solchen Falle notwendig sein könnte und sich hier nach seinen persönlichen Lebensumständen informieren um entsprechend Vorsorge zu treffen.. Im Fall der Fälle stehen die Aktiven der Feuerwehr in den beiden Feuerwehrgerätehäusern für Hilfestellungen bereit, so Alexander Böhn abschließend.