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Umsetzung Lärmaktionsplan in Hainburg

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat im Hinblick auf die Umsetzung des Lärmaktionsplans Hessen, Teilplan Straßenverkehr, entschieden, dass zur Minderung des Lärmpegels auf bestimmten Streckenabschnitten der Ortsdurchfahrt der L 3065 (von Angergasse bis Wendelinusstr.) und auf der L 3416 (Bahnübergang bis Kreuzung Hauptstr.) eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in der Zeit von 22 – 6 Uhr eingeführt wird. In der vergangenen Woche wurden durch die Straßenmeisterei bereits alle Schilder aufgestellt.

„Es freut uns sehr, dass das Regierungspräsidium Darmstadt unserem Antrag gefolgt ist und die durch Verkehrslärm stark betroffenen Streckenabschnitte der Ortsdurchfahrten in den Lärmaktionsplan aufgenommen hat und eine Geschwindigkeitsreduzierung in den Nachtstunden genehmigt hat.“, so der Erste Beigeordnete Alexander Böhn.

Das Ordnungsamt hat begleitend ein Überwachungskonzept aufgestellt, durch das die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h gewährleistet werden soll. Zum einen werden in Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt mobile Geschwindigkeitsüberwachungen stattfinden und zum anderen werden digitale Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt, mit denen die Verkehrsteilnehmer auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit hingewiesen werden. Das Ordnungsamt weißt weiter darauf hin, dass die Vorfahrtsregelung unverändert bleibt, da es sich um eine Geschwindigkeitsreduzierung aus Gründen des Lärmschutzes und nicht um die Einführung einer Zone 30 handelt.

Der Lärmaktionsplan Hessen, Teilplan Straßenverkehr enthält Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung. Als Grundlage dient der Paragraf 47a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG), der die EU-Regelungen umsetzt.

Gemäß der „Richtlinie für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm“ ist für die Anordnung von verkehrsrechtlichen Maßnahmen aus Gründen des Lärmschutzes eine Überschreitung der Richtwerte von 72 dB(A) am Tag und 62 dB(A) in der Nacht erforderlich. Die lärmtechnische Berechnung hat ergeben, dass an einigen Wohngebäuden insbesondere die Nacht Richtwerte überschritten werden.

„Die Berechnung und Auswertung der Messungen hat ergeben, dass durch eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Nacht eine Lärmreduzierung erzielt werden kann. Wir freuen uns, dass wir die Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohnern der betroffenen Streckenabschnitte in den Nachtstunden somit reduzieren können“, so Alexander Böhn abschließend.